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Stress ist keine reine Kopfsache

  • Autorenbild: romywa
    romywa
  • 10. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Nov. 2025

grafik von gehirn unter stress


Wir denken oft, Stress entstünde in unseren Gedanken – durch zu viel Arbeit, zu viele To-dos, zu viele Ansprüche. Doch der Körper weiß es meist schon früher: die Schultern spannen sich, der Atem wird flacher, der Magen zieht sich zusammen.


„Stress ist keine Kopfsache“ – das zeigt sich besonders dann, wenn der Körper schon längst auf Alarm steht, während wir noch versuchen, „funktional“ zu bleiben.


Unser Nervensystem ist dabei die zentrale Schnittstelle. Es reagiert auf jede Anforderung – ob äußere (z. B. Konflikte, Druck, Lärm) oder innere (Gedanken, Sorgen, Erwartungen). Der Körper registriert all das und startet – meist unbemerkt – eine physiologische Stressreaktion: Puls und Blutdruck steigen, Muskeln spannen sich, Cortisol wird ausgeschüttet.


Das war früher überlebenswichtig. Heute bleibt diese Aktivierung oft dauerhaft an, weil wir selten wirklich „abschalten“. Der Körper bleibt also in einem Zustand latenter Anspannung – selbst wenn der Verstand sagt: „Alles ist gut.“


Der Weg aus dieser Spirale beginnt deshalb nicht im Kopf, sondern im Körper. Erst wenn der Körper wieder Sicherheit spürt – durch bewusste Atmung, Bewegung oder Berührung –, kann das Nervensystem regulieren und die mentale Klarheit zurückkehren.


„Der Körper ist nicht das Problem – er zeigt den Weg.“


👏 Übung:

Wenn du also das nächste Mal merkst, dass der Kopf rotiert:

  1. Spüre, wo dein Körper gerade festhält. Vielleicht in den Schultern, im Bauch, im Kiefer.

  2. Atme dorthin. Langsam. Denn Entspannung ist keine mentale Entscheidung – sie ist ein körperlicher Prozess.

  3. Nimm diesen Teil des Körpers einfach nur wahr


Mentale Stärke bedeutet also nicht, mehr zu kontrollieren – sondern die Sprache des Körpers zu verstehen.


Erst wenn Kopf und Körper gehört werden, entsteht echte Entlastung.


🤲 Vertiefung:

Body-Coaching




👉 Quellen:

Beschreibt detailliert, wie Stress im Gehirn beginnt (Amygdala → Hypothalamus → autonome Reaktionen). → Understanding the stress response

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